FDP-Landtagsabgeordnete Schardt-Sauer befragt Landesregierung zur Zukunft der Luftrettung im Landkreis
Schardt-Sauer: „Eine verlässliche Luftrettung kann im ländlichen Raum über Leben und Tod entscheiden.“
Die heimische FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer hat die mögliche Gefährdung der Luftrettung in Hessen nun zum Thema im Hessischen Landtag gemacht und eine Kleine Anfrage mit zehn Fragen zur Situation der Luftrettung im Landkreis Limburg-Weilburg an die schwarz-rote Landesregierung eingereicht.
Hintergrund ist ein aktueller Bericht des Hessischen Rundfunks, wonach geplante Einsparungen der CDU-geführten Bundesregierung im Gesundheitswesen sowie strukturelle Veränderungen durch Krankenhausschließungen und Schließungen von Rettungswachen Auswirkungen auf die Luftrettung haben könnten. Besonders in ländlich geprägten Regionen komme der Luftrettung eine zentrale Bedeutung für die notfallmedizinische Versorgung zu.
„Gerade im Landkreis Limburg-Weilburg sind schnelle Rettungswege von entscheidender Bedeutung. Wenn Rettungswagen beispielsweise längere Anfahrtszeiten haben, gewinnt die Luftrettung zusätzlich an Bedeutung. Eine verlässliche Versorgung darf nicht vom Wohnort abhängen“, erklärt die FDP-Politikerin.
Mit ihrer Anfrage will Schardt-Sauer unter anderem erfahren, wie häufig die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen im Landkreis Limburg-Weilburg in den Jahren 2024 und 2025 eingehalten wurden und in wie vielen Fällen dies nur durch den Einsatz von Rettungshubschraubern möglich war. Darüber hinaus soll die Landesregierung offenlegen, wie viele Luftrettungseinsätze im Landkreis stattgefunden haben, welche Luftrettungsstationen zum Einsatz kamen und wie häufig die Krankenhäuser im Landkreis durch Rettungshubschrauber angeflogen wurden.
Zudem fragt die FDP-Abgeordnete nach der grundsätzlichen Bewertung der Luftrettung durch die Landesregierung und nach möglichen Folgen von Einsparungen in diesem Bereich für die Einhaltung der Hilfsfristen.
„Die Menschen im ländlichen Raum müssen sich darauf verlassen können, dass im Notfall schnell geholfen wird. Deshalb muss die Landesregierung aus CDU und SPD klar beantworten, wie sie die dauerhafte Sicherstellung der Luftrettung gewährleisten will und welche Auswirkungen mögliche Kürzungen konkret auf die Versorgungssicherheit im Landkreis Limburg-Weilburg hätten“, so die FDP-Frau.
Den Sparplänen der Bundesregierung zu Lasten der Luftrettung erteilt die Liberale eine klare Absage: „Mir fallen als Haushaltspolitikerin viele Bereiche ein, in denen man endlich Steuergeldverschwendung beenden und sinnvoll sparen könnte. Aber bei der Luftrettung darf niemals der Rotstift angesetzt werden. Wer hier kürzt, spart an der falschen Stelle – nämlich an der Sicherheit und im Zweifel am Leben der Menschen.“
Kleine Anfrage – Ist die Luftrettung im Landkreis Limburg-Weilburg dauerhaft sichergestellt?