Der ICE-Bahnhof in Limburg-Süd

ICE Fahrplanausdünnung

Schardt-Sauer (FDP): Fahrplanausdünnung gefährdet Pendler und Region

Die ICE-Fahrplanänderungen ab Dezember 2025 am Haltepunkt Limburg-Süd sind ein ernstes Warnsignal für die gesamte Region. Die Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer (FDP), die sich seit Jahren intensiv für den Erhalt und die Stärkung des ICE-Haltepunktes einsetzt, warnt eindringlich vor den Folgen einer schleichenden Ausdünnung des Angebots.

„Die Bedeutung des ICE-Haltepunktes Limburg-Süd kann gar nicht überschätzt werden“, betont Schardt-Sauer. „Er ist ein zentraler Mobilitätsknoten für den gesamten Landkreis Limburg-Weilburg, ein entscheidender Standortfaktor für die heimische Wirtschaft und für tausende Pendlerinnen und Pendler schlicht unverzichtbar.“

Besonders kritisch sieht die Abgeordnete den geplanten Wegfall stark frequentierter morgendlicher und abendlicher ICE-Verbindungen, insbesondere in Richtung Frankfurt sowie Köln/ Düsseldorf. Diese Verbindungen hätten über Jahre hinweg die verlässliche Anbindung an wichtige Arbeitsmärkte sichergestellt. „Wenn genau diese Züge entfallen oder durch unattraktive Alternativen ersetzt werden, ist das kein marginaler Einschnitt, sondern ein massives Problem für die Lebensrealität vieler Menschen.“

Schardt-Sauer verweist darauf, dass sie diese Entwicklung nicht erst seit Kurzem begleitet. „Unter dem früheren grünen Wirtschafts- und Verkehrsminister Al-Wazir war leider kaum Engagement für den ICE-Haltepunkt Limburg-Süd zu erwarten. Umso klarer ist jetzt die Erwartungshaltung an die neue Landesregierung: Sie muss liefern und sich aktiv für eine stabile, verlässliche ICE-Anbindung einsetzen.“

Pendlerinnen und Pendler haben sich zuletzt direkt an die heimische FDP-Politikerin gewandt. Ihre Rückmeldungen zeichnen ein eindeutiges Bild: zunehmende Unsicherheit, fehlende Planbarkeit und die wachsende Sorge, dass Limburg-Süd bei der Deutschen Bahn weiter an Bedeutung verliert, Limburg abgehängt werde. Vor diesem Hintergrund hat Schardt-Sauer eine weitere Kleine Anfrage an die Hessische Landesregierung eingebracht, um Transparenz über die Hintergründe der Fahrplanänderungen, die strategischen Planungen der Deutschen Bahn und mögliche Gegenmaßnahmen zu erhalten.

„Wenn der ICE für Pendler unzuverlässig wird, schwächt das einen wichtigen Standortfaktor unserer Region. Hinzu kommt, das Pendler berichten, sie weichen zwangsläufig wieder auf das Auto aus. Das schadet nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Glaubwürdigkeit einer modernen Mobilitätspolitik“, so Schardt-Sauer. „Deshalb braucht es jetzt deutlich mehr Engagement von allen Beteiligten – von der Deutschen Bahn, vom Land, vom Bund und von den regionalen Akteuren.“

Dabei nimmt die Abgeordnete ausdrücklich auch die Stadt Limburg in die Pflicht. „Der ICE-Bahnhof ist eine Visitenkarte für die Stadt. Das Umfeld des Haltepunktes prägt den ersten Eindruck für Pendler, Gäste und Unternehmen. Wer eine starke ICE-Anbindung will, muss auch bereit sein, Verantwortung für ein angemessen gestaltetes und funktionierendes Bahnhofsumfeld zu übernehmen.“

Abschließend fordert Schardt-Sauer ein geschlossenes, parteiübergreifendes Vorgehen: „Es geht hier nicht um Parteipolitik, sondern um die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Limburg-Süd darf nicht schleichend abgehängt werden. Jetzt ist der Zeitpunkt, gemeinsam gegenzusteuern – entschlossen, sichtbar und mit Nachdruck.“

Kleine Anfrage: Auswirkungen der Fahrplanänderungen der Deutschen Bahn AG zum Dezember 2025 auf den ICE- Haltepunkt Limburg-Süd