ICE-Halt Limburg Süd: Schardt-Sauer fordert bessere Lösungen von der Bahn

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ICE-Halt Limburg-Süd

Marion Schardt-Sauer: „Ein Bus nach Köln ist kein alltagstauglicher Ersatz. Bund und Land müssen jetzt Verantwortung übernehmen.“

Die ICE-Anbindung von Limburg Süd bleibt ein Sorgenkind. Bereits beim Fahrplanwechsel 2025/2026 hatte die FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer die Ausdünnung der Verbindungen kritisiert. Auch der Blick auf den kommenden Fahrplanwechsel und die geplante Streckensperrung 2027 gibt wenig Anlass zur Entwarnung.

„Ich bekomme regelmäßig Nachrichten von Pendlerinnen und Pendlern, die sich von der Bahn abgehängt fühlen. Viele teilen die Sorge, dass unsere Region beim Fernverkehr zunehmend ins Hintertreffen gerät“, erklärt Schardt-Sauer.

Vom 15. Mai bis zum 19. Juli 2027 soll die Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln gesperrt werden. In dieser Zeit soll nur noch ein ICE pro Stunde ohne Zwischenhalt verkehren, die Fahrzeit verlängert sich um rund 75 Minuten. Für Limburg Süd ist ein Ersatzverkehr mit Bussen nach Köln und zum Frankfurter Flughafen vorgesehen. Auch beim Fahrplanwechsel zeichnet sich nach Schardt-Sauers bisheriger Recherche keine grundlegende Verbesserung der Anbindung ab.

„Ein Bus nach Köln ist kein gleichwertiger Ersatz für eine funktionierende ICE-Anbindung. Wer täglich auf die Bahn angewiesen ist, braucht verlässliche Verbindungen und darf nicht monatelang mit erheblichen, nicht alltagstauglichen Umwegen und zusätzlichen Reisezeiten allein gelassen werden“, kritisiert die Limburger Politikerin.

Sie fordert die Deutsche Bahn auf, bessere Alternativen zu prüfen und ein Ersatzkonzept vorzulegen, das die Belastungen für Pendlerinnen und Pendler möglichst gering hält. Funktionierende Anschlüsse und eine verlässliche Erreichbarkeit wichtiger Ziele müssten auch während der Bauarbeiten gewährleistet sein.

Zugleich nimmt die Limburger Landtagsabgeordnete Steffen Bilger (CDU) und die Schwarz-rote Landesregierung in die Pflicht; sie müssten sich aktiv einschalten und gegenüber der Deutschen Bahn auf tragfähige Lösungen drängen.

„Herr Bundesverkehrsminister Bilger, Limburg Süd darf nicht zum Randthema werden. Auch die hessische Landesregierung muss deutlich machen, wie sie die Interessen unserer Region gegenüber der Bahn vertritt. Es reicht nicht, auf Zuständigkeiten zu verweisen. Bund und Land müssen Verantwortung übernehmen und sich für eine bessere Lösung einsetzen.“

Limburg Süd sei ein wichtiger Standortfaktor für den Landkreis Limburg-Weilburg und die gesamte Region. Deshalb brauche es sowohl ein funktionierendes Ersatzkonzept für die Streckensperrung als auch eine langfristige Perspektive für den Fernverkehrshalt.

Schardt-Sauer abschließend: „Schon beim Fahrplanwechsel 2025/2026 habe ich gefragt, ob Limburg Süd aufs Abstellgleis gerät. Diese Frage ist heute aktueller denn je. Die Deutsche Bahn muss nachbessern. Bahn, Bund und Land müssen jetzt Antworten liefern – und zwar rechtzeitig vor der Streckensperrung.“