Illegale Straßenrennen im Landkreis

vom
Raser- und Poserszene

Schardt-Sauer fordert Antworten der Landesregierung

Immer wieder wird im Landkreis Limburg-Weilburg wegen des Verdachts verbotener Kraftfahrzeugrennen ermittelt. Gleichzeitig sorgen Treffen der Raser- und Poserszene, insbesondere in den Sommermonaten, regelmäßig für Diskussionen. Als bekannte Treffpunkte gelten unter anderem das ICE-Gebiet in Limburg. Zudem kam es in der Vergangenheit im Landkreis Limburg-Weilburg bereits mehrfach zu schweren Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Rasereien.

Vor diesem Hintergrund hat die heimische FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer eine Kleine Anfrage an die schwarz-rote Hessische Landesregierung um den zuständigen Innenminister Roman Poseck (CDU) gerichtet. Sie will ein umfassendes Bild darüber erhalten, wie sich das Problem im Landkreis entwickelt hat und mit welchen Maßnahmen Polizei und Ordnungsbehörden dagegen vorgehen.

Im Mittelpunkt der Anfrage stehen unter anderem die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen in den Jahren 2024, 2025 und bislang 2026 sowie deren strafrechtliche und fahrerlaubnisrechtliche Folgen. Darüber hinaus erkundigt sich die liberale Landtagsabgeordnete nach Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit illegalen Straßenrennen, den Maßnahmen der Polizeidirektion Limburg-Weilburg gegen die Raser- und Poserszene, den Einsatzstunden spezialisierter Polizeikräfte sowie den Ergebnissen entsprechender Kontrollen. Auch Sicherstellungen von Fahrzeugen und Fahrzeugschlüsseln, der Einsatz von Videonachfahrsystemen, bekannte örtliche Schwerpunkte und die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Kommunen und Ordnungsbehörden sind Gegenstand der Anfrage.

„Illegale Straßenrennen sind kein Kavaliersdelikt. Wer aus einer Straße eine Rennstrecke macht, bringt andere Menschen in Gefahr. Das kann Leben kosten. Deshalb will ich genau wissen, wie groß das Problem in unserem Landkreis ist und wie entschieden dagegen vorgegangen wird“, erklärt Marion Schardt-Sauer.

Gerade in den Sommermonaten nehme die Aktivität der Szene nach Wahrnehmung vieler Bürgerinnen und Bürger wieder zu.

„Viele Menschen haben kein Verständnis dafür, wenn Motoren aufheulen und gerast wird. Die Regeln gelten für alle. Wer andere gefährdet oder Anwohner bewusst belästigt, muss merken, dass der Staat konsequent handelt.“

Mit ihrer Anfrage will die FDP-Abgeordnete auch klären, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen oder weiterer Handlungsbedarf besteht.

„Die Polizei geht bereits gegen Raser und Poser vor. Aber wir müssen wissen, ob sie dafür genug Personal, die richtige Technik und die nötigen Befugnisse hat. Wer Menschen gefährdet, darf nicht darauf hoffen, ungeschoren davonzukommen.“, so Schardt-Sauer abschließend.