Parkbad zu, Oranienbad unsicher – Schardt-Sauer (FDP) fragt nach
Auswirkungen auf den Schwimmunterricht in der Schule?
Das Parkbad Limburg ist seit Ende der Freibadsaison im September 2026 geschlossen. Eine Wiedereröffnung ist frühestens in zwei Jahren zu erwarten. Gleichzeitig droht dem Oranienbad in Diez eine längere Sanierung. Für den schulischen Schwimmunterricht im Raum Limburg entsteht damit unter Umständen ein erhebliches Problem.
Die heimische FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer hat deshalb eine Kleine Anfrage an die schwarz-rote Landesregierung gestellt. Mit zehn klaren Fragen will sie wissen, wie viele Klassen bereits im Schuljahr 2025/2026 ihren Schwimmunterricht nicht oder nur unvollständig durchführen konnten, welche Schulen vom Ausfall des Parkbades und des Oranienbades betroffen sein werden und wie die Situation auch über Limburg hinaus im Landkreis aussieht.
„Unsere Kinder und Jugendlichen sind die Leidtragenden dieses Politikversagens hier in Limburg. Jahrelang wurde die Sanierung des maroden Parkbades von der schwarz-roten Stadtspitze verzögert“, erklärt Schardt-Sauer. „Schwimmen zu können ist für Kinder keine Privatsache, sondern eine Frage der Sicherheit und der Chancengleichheit. Gerade sozial schwächere Familien haben oft keine Möglichkeit, woanders hinzufahren. Für sie fallen mit dem Parkbad und dem Oranienbad wichtige und leicht erreichbare Wasserflächen weg. Beim Parkbad handelt es sich um das einzige Schwimmbad in der gesamten Stadt. Das ist schlimm.“
Die Limburger FDP macht seit Monaten Druck. Bereits im Mai und August 2026 hatte die Fraktion mit Berichtsanträgen und einem offenen Brief an den fachlich zuständigen Ersten Stadtrat Michael Stanke (CDU) Tempo und Transparenz bei der Parkbad-Sanierung gefordert. Ziel war eine möglichst abschnittsweise Sanierung, die den Badebetrieb in den Sommermonaten erhält.
„Wir haben frühzeitig gewarnt und Alternativen aufgezeigt. Die Schäden waren seit Jahren bekannt. Trotzdem steht das Bad jetzt für mindestens zwei Jahre leer. Und niemand hat uns bisher klar gesagt, wo die Kinder aus dem Raum Limburg in Zukunft schwimmen lernen sollen“, so Schardt-Sauer. „Wir lassen auf keiner Ebene locker. Weder in der Stadtverordnetenversammlung noch im Landtag.“
Besonders kritisch sieht die Abgeordnete die mögliche gleichzeitige Schließung beider Bäder. „Dann fehlt in der Region schlicht wichtige Wasserfläche. Das ist für Schulen, Vereine und vor allem für die Kinder nicht hinnehmbar. Die Landesregierung und die kommunalen Verantwortlichen müssen jetzt handeln und belastbare Lösungen vorlegen. Wir können es uns nicht erlauben, Schwimmunterricht in Schulen ausfallen zu lassen und schlimmstenfalls eine Generation Limburger Nichtschwimmer zu erzeugen.“