Schardt-Sauer (FDP): „Keine Entlastung für Pendler in Sicht“

07.12.2021

LIMBURG-WEILBURG – Die Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Marion Schardt-Sauer zeigt sich mit der Beantwortung der Kleinen Anfrage im Hessischen Landtag unzufrieden. Die Landesregierung weist die Verantwortung für eine bessere Anbindung ländlicher Regionen an die Deutsche Bahn AG und an die Landkreise ab. Die Deutsche Bahn AG sieht wiederrum Limburg für eine kleine Stadt bereits überdurchschnittlich gut angebunden.

„Nun ist es aber so, dass im Kreis Limburg-Weilburg knapp 175.000 Menschen wohnen. Knapp 80% der Erwerbsbevölkerung pendelt, mehr als die Hälfte davon über den Landkreis hinaus. Das beliebteste Ziel ist dabei Frankfurt. Das führt bei einem unzureichend ausgebauten ÖPNV und Dauerbaustellen auf der ICE-Strecke selbstverständlich zu Ausweichbewegungen in den Individualverkehr. Klimaschutz sieht anders aus. Die Landesregierung darf nicht die Verantwortung von sich schieben, sondern muss aktiv dafür sorgen, dass die Region besser angebunden wird“, so Marion Schardt-Sauer. Die Freie Demokratin zeigt sich über den Frust vieler Pendler betroffen, die über undurchschaubare Dauerbaustellen auf der ICE-Strecke und regelmäßig ausfallende Zugverbindungen berichten. Laut der Deutschen Bahn AG sollen sich diese Baumaßnahmen noch bis 2028 ziehen. „Wer eine Mobilitätswende vom Auto zur Bahn möchte, darf sich mit solchen Aussagen nicht zufriedengeben. Da können sich grüngeführte Ministerien noch so viele Fahrverbote in Innenstädten ausdenken, ohne Alternative für die Betroffenen führt das nur zu weiteren ungewollten Ausweichbewegungen. Ich hoffe, dass in Zukunft durch Volker Wissing als Bundesverkehrsminister auch in der Landesregierung wieder der Fokus mehr auf durchdachte und nachhaltige überregionale Infrastruktur gelegt wird“, so die Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer.

Beantwortung der Kleinen Anfrage