Schardt-Sauer fragt nach: Wann geht es endlich voran mit der Domsanierung?
„Der Dom wartet. Die Landesregierung vertröstet. Seit fast zehn Jahren.“
Die Limburger FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer macht Druck bei der seit Jahren verschleppten Sanierung des Limburger Doms. Mit einer Kleinen Anfrage fordert sie von der schwarz-roten Hessischen Landesregierung Antworten auf eine immer länger werdende Liste offener Fragen.
„Der Limburger Dom ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Hessens. Doch die Landesregierung bekommt seine Sanierung einfach nicht auf die Reihe. Seit Jahren werden neue Termine angekündigt – und anschließend wieder verschoben. Irgendwann ist die Geduld der Menschen erschöpft“, erklärt Schardt-Sauer und verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Dom auch im Hinblick auf den Tourismus eine wichtige Rolle spiele.
Eigentlich sollte die Sanierung bereits 2017 beginnen. Daraus wurde nichts. Es folgte eine Verschiebung nach der nächsten. Zuletzt kündigte die Landesregierung den Baubeginn für Januar 2026 an. Auch dieser Termin ist offenbar verstrichen, ohne dass die Arbeiten sichtbar begonnen haben. Gleichzeitig stiegen die veranschlagten Kosten von ursprünglich 8,2 Millionen Euro auf inzwischen rund 13 Millionen Euro.
„Fast zehn Jahre Verzögerung, Millionen Euro Mehrkosten und bis heute kein echter Baustart – das ist eine katastrophale Bilanz, die niemand schönreden kann. Der Dom droht zum Sinnbild staatlicher Planungsprobleme zu werden. Wer Termine ankündigt und sie immer wieder verschiebt, verspielt Vertrauen.“
Mit Blick auf das Jahr 2027 sieht Schardt-Sauer zusätzlichen Handlungsdruck. Dann feiert das Bistum Limburg sein 200-jähriges Bestehen.
„Ausgerechnet zu diesem Jubiläum droht unser Wahrzeichen weiterhin hinter unansehnlichen Gerüsten und Planen zu verschwinden“, kritisiert Schardt-Sauer das Planungsmanagement der Landesregierung. Bereits vor einigen Monaten hatte Schardt-Sauer angeregt, den Dom während der Sanierung mit einer fotorealistischen Gerüstplane zu versehen, die die historische Fassade zeigt – ähnlich wie bei der Restaurierung des Wiesbadener Stadtschlosses. Dies hatte die Landesregierung jedoch kategorisch abgelehnt.
Mit ihrer Kleinen Anfrage will die FDP-Abgeordnete unter anderem wissen, warum der angekündigte Baubeginn erneut gescheitert ist, wann die Arbeiten tatsächlich beginnen sollen, wie hoch die Gesamtkosten inzwischen sind und wie viel Geld bereits für Planungen, Gutachten und Projektsteuerung ausgegeben wurde, ohne dass die eigentliche Sanierung begonnen hat. Außerdem fragt sie, ob die Landesregierung ernsthaft geprüft hat, die Projektsteuerung auf das Bistum Limburg oder einen anderen geeigneten Projektträger zu übertragen.
„Wenn ein Projekt über Jahre hinweg nicht vorankommt, darf man nicht einfach weitermachen wie bisher. Dann muss man auch die Strukturen hinterfragen. Die Menschen wollen keine Ausreden mehr – sie wollen endlich sichtbaren Baufortschritt.“
Für die Limburger FDP-Politikerin ist klar: „Der Dom braucht endlich Bauarbeiter statt weiterer Behördenrunden. CDU und SPD müssen jetzt endlich einmal liefern.“