Sportplätze müssen sichere Orte bleiben

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Schardt-Sauer hakt bei Gewaltfällen auch im Kreis Limburg-Weilburg nach

Gewalt, Bedrohungen und Beleidigungen haben auch auf den Sportplätzen im Landkreis Limburg-Weilburg keinen Platz. Mit einer Kleinen Anfrage an die schwarz-rote Landesregierung im Hessischen Landtag will die Limburger FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer nun klären, wie groß das Problem im Amateurfußball tatsächlich ist und wie konsequent Straftaten verfolgt werden.

„Der Amateurfußball lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Vereinsverantwortliche und zahlreiche Helfer investieren Woche für Woche unzählige Stunden für ihre Vereine. Wer diese Menschen diskriminiert, bedroht oder angreift, greift das Fundament unseres Vereinslebens an“, erklärt Schardt-Sauer.

Auch in Limburg-Weilburg leisten zahlreiche Ehrenamtliche einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in den Städten und Gemeinden. Auf den Sportplätzen werden Werte wie Fairness, Respekt und Teamgeist vermittelt. Umso besorgniserregender sind Berichte über verbale und körperliche Übergriffe im Amateurfußball, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen.

Mit ihrer Anfrage möchte die heimische Landtagsabgeordnete unter anderem erfahren, wie viele Übergriffe im Amateurfußball im Jahr 2025 beziehungsweise in der laufenden Saison hessenweit bekannt geworden sind, wie viele Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden und welche strafrechtlichen Konsequenzen daraus folgten. Darüber hinaus fragt sie nach Spielabbrüchen, gemeldeten Fällen von Diskriminierung sowie nach den Strategien der Landesregierung für eine schnelle und konsequente Strafverfolgung.

„Mich interessiert, ob die bestehenden Maßnahmen ausreichen und welche Ergebnisse sie tatsächlich bringen. Auch, wenn unser Landkreis nicht derart stark betroffen ist wie beispielsweise das Rhein-Main-Gebiet: Die vielen Ehrenamtlichen müssen auch hier darauf vertrauen können, dass Gewalt, Bedrohungen und Diskriminierung auf unseren Sportplätzen konsequent verfolgt werden“, so Schardt-Sauer.

Der Fokus der Anfrage liegt zudem auf einer im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Hessischen Justizministerium und dem Hessischen Fußball-Verband. Ziel der Vereinbarung ist es, Gewalt- und Diskriminierungsfälle konsequenter zur Anzeige zu bringen und strafrechtlich zu verfolgen. Die FDP-Politikerin möchte nun wissen, welche konkreten Ergebnisse diese Zusammenarbeit bislang erzielt hat.

„Der Fußballplatz ist kein rechtsfreier Raum. Die große Mehrheit verhält sich auf und neben dem Platz vorbildlich. Aber schon wenige Täter können das Klima vergiften und Menschen davon abhalten, Verantwortung im Verein zu übernehmen. Deshalb müssen Straftaten schnell und spürbar sanktioniert werden“, betont Schardt-Sauer.

Für die Landtagsabgeordnete geht es dabei nicht allein um den Sport. „Wenn Ehrenamtliche hinschmeißen, weil sie beschimpft, bedroht oder angegriffen werden, verlieren wir weit mehr als ein Fußballspiel. Wir verlieren Menschen, die Verantwortung übernehmen und unsere Vereine zusammenhalten. Deshalb braucht es eine klare Botschaft: Null Toleranz gegenüber Gewalt und Diskriminierung auf unseren Sportplätzen, auch in Limburg-Weilburg“, erklärt Schardt-Sauer abschließend.