Unterwegs in der Region
v.r. Michael Philippi, Marion Schardt-Sauer, Bettina Philippi, Christian Sostheim und Peter Kappes
Vor Ort beim THW Limburg
Bei einem sehr interessanten Besuch auf dem Gelände in Limburg-Offheim konnte ich viele spannende Eindrücke und Hintergrund-Informationen mitnehmen.
HINSCHAUEN.
Bundesanstalt Technische Hilfswerk in Limburg
Wer hilft, wenn es wirklich darauf ankommt? Beim Technischen Hilfswerk ist die Antwort klar: Menschen, die anpacken, wenn andere Hilfe brauchen.
Bei meinem Besuch beim THW Limburg habe ich mir angeschaut, wie die Einsatzkräfte aufgestellt sind, welche Aufgaben sie übernehmen – und wo aktuell der Schuh drückt.
IM GESPRÄCH.
Ehrenamt, das im Ernstfall zählt
Mit Herrn Michael Philippi, Herrn Peter Kappes, Herrn Christian Sostheim und Frau Bettina Philippi habe ich über die Arbeit des THW und die Herausforderungen vor Ort gesprochen.
Die Kernaufgabe des THW ist der Zivilschutz. In Limburg engagieren sich aktuell rund 50 aktive Helferinnen und Helfer – Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen und mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen.
Wer beim THW mitmachen möchte, durchläuft zunächst eine rund zwölfmonatige Grundausbildung und anschließend eine Fachausbildung. Genau hier liegt derzeit eine Herausforderung: Die vorhandenen Schulungskapazitäten reichen nicht immer aus.
Auch der Nachwuchs macht Mut: In der Jugendgruppe engagieren sich derzeit etwa 15 bis 20 Jugendliche.
Wie wichtig das THW ist, zeigt nicht zuletzt der Einsatz beim Ahr-Hochwasser. Die Limburger Helferinnen und Helfer haben dort rund 8.000 Einsatzstunden geleistet. Das ist beeindruckend – und zeigt, was hinter dem Ehrenamt tatsächlich steckt.
Nach dem Wegfall der Wehrpflicht war beim THW zunächst ein deutlicher Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Umso erfreulicher ist, dass die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren wieder deutlich gestiegen sind.
DRANBLEIBEN.
Gute Ausstattung – aber nicht überall zeitgemäße Rahmenbedingungen
Positiv ist: Die technische und finanzielle Ausstattung des THW Limburg ist aktuell sehr gut. Gleichzeitig entspricht die Gebäudesituation am Standort nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Für mich als Landespolitikerin ist wichtig, solche Themen nicht nur vor Ort anzuhören, sondern sie auch mitzunehmen und dort anzusprechen, wo Politik etwas bewegen kann. Denn wer im Ernstfall zuverlässig helfen soll, braucht dafür auch die richtigen Rahmenbedingungen.
Auch den Wunsch nach mehr länderübergreifenden Gemeinschaftsübungen nehme ich mit. Gerade bei größeren Schadenslagen müssen unterschiedliche Einsatzorganisationen schnell und reibungslos zusammenarbeiten können. Das lässt sich nicht erst im Ernstfall lernen.
Das THW lebt vom Ehrenamt. Und dieses Ehrenamt verdient unsere Unterstützung – nicht nur mit Worten, sondern mit guten Bedingungen für Ausbildung, Einsatz und Zusammenarbeit.
Danke an das THW Limburg für den offenen Austausch und vor allem für den Einsatz, den die vielen Ehrenamtlichen leisten.